Hier möchte ich Ihnen die gesetzliche Lage bezüglich der Ausübung der Tätigkeit als Hundetrainer näher bringen.

Im Tierschutzgesetz steht geschrieben:

"(......) Wer, gewerbsmäßig, außer in den Fällen der Nummer 1, für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.(...)"

Nun, was heißt das im Klartext? Wir Hundetrainer müssen uns durch das zuständige Veterinäramt die Erlaubnis einholen unseren Job weiter ausüben zu dürfen. Somit muss ein Antrag auf Erlaubnis gestellt werden.

Es gibt jedoch lt. Schreiben des Ministeriums nur wenige Abschlüsse die das Veterinäramt anerkennen MUSS! Hierzu gehören ein Abschluss durch die IHK sowie die Zertifizierung durch die Tierärztekammer.

Wer das nicht vorweisen kann, wird entweder durch das Veterinäramt geprüft oder bekommt auf Grund eines anderen Nachweises auch prüfungsfrei eine Erlaubnis. Somit ist derzeit nicht gewährleistet, dass wirklich jeder Trainer eine Prüfung ablegen muss. (Das Veterinäramt LANDKREIS Hof jedoch besteht auf deren Prüfung, wenn man keine Zertifizierung oder IHK Abschluss einreichen kann)

Weiterhin gilt dieses Gesetz leider auch nicht für Vereine! Hier können die Trainer ohne Prüfung arbeiten, da dies nicht als gewerbsmäßig gilt!

 


 

Warum es mir am Herzen lag diese Zertifizierung abzulegen?

Ganz einfach, da dies zusammen mit dem IHK Abschluss der derzeit am höchsten anerkannte Hundetrainerabschluss ist, war mein Ehrgeiz der Antrieb diesen auch zu schaffen! Weiterhin kann ich hier meinen Kunden auch nachweislich mein Wissen und Können auf Grund meines Zertifikates vorweisen und so können die Kunden sicher sein, dass hier entsprechende Kompetenz vorhanden ist!

Zudem eröffnen sich durch die Zertifizierung weitere Möglichkeiten.

Zum Beispiel bin ich nun berechtigt den sogenannten Hundeführerschein (D.O.Q-Test 2.0) wie er in Niedersachsen z.B. bereits Pflicht für Hundebesitzer ist, durchzuführen und abzunehmen.

 


 

Zu meiner Prüfung:

Diese fand am 02.09.2015 in Schleswig Holstein statt.

Sie besteht aus 3 Abschnitten, schriftlich am PC, praktisch mit einem unbekannten Hund sowie mündlich in Form eines Fachgespräches.

Der schriftliche Teil fand bei Herrn Dr. Piturru in seiner Praxis statt. Herr Dr. Piturru trägt weiterhin den Titel "Fachtierarzt für Verhaltenskunde, Tierschutzkunde und Verhaltenstherapie" . (Bekannt ist er unter anderem durch seine Bücher wie "Lassie, Rex und Co klären auf)

Nach bestandener Prüfung wird man erst zum restlichen Teil zugelassen. Dieser fand auf dem Gelände der Hundeschule Hundeleben von Herrn Michael Grewe statt.

Ich hatte, zu meiner eigenen Freude, einen ausgesprochen seltenen Hund in meinem Praxistest. Mir wurde ein Louisiana Catahoula Leopard Dog, Rüde, intakt und wunderschön vorgeführt.(Für alle Interessierten:  https://de.wikipedia.org/wiki/Louisiana_Catahoula_Leopard_Dog )

 

Nach bestandenem Praxistest, wurde ich ins Fachgespräch gerufen. Meine Prüfer waren hier Frau Dorit Urd Feddersen-Petersen, eine bekannte, erfolgreiche Ethologin und Fachtierärztin für Verhaltenskunde mit Zusatzbezeichnung Tierschutzkunde, sowie wieder Herr Dr. Piturru. Dieses Fachgespräch war nicht einfach aber ich war gut vorbereitet und so freute ich mich im Anschluss ganz besonders als Frau Dorit Feddersen-Petersen zu mir sagte: "Das war ein tolles Gespräch, es hat mir großen Spaß mit Dir gemacht!"

Besser hätte es für mich nicht laufen können und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken die mich auf dem Weg zu diesem Erfolg unterstützt und begleitet haben!

 

 

 

 

 

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